Am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am Universitätsklinikum Essen treiben wir die Weiterentwicklung bildgebender Verfahren aktiv voran. In dieser Rubrik berichten wir über aktuelle Studien, geförderte Projekte und neue Forschungsergebnisse, die von unseren Teams interdisziplinär erarbeitet werden. So erhalten Sie Einblicke in innovative Ansätze, praxisnahe Anwendungen und Technologien, die die Radiologie der Zukunft gestalten – von der personalisierten Medizin bis zu KI-gestützten Analysen.

Dezember

Prof. Dr. Cornelius Deuschl wurde die Bezeichnung außerplanmäßiger Professor verliehen. Mit der apl. Professur würdigt die Fakultät seine langjährige wissenschaftliche Tätigkeit sowie sein kontinuierliches Engagement in Forschung und Lehre.

Der Schwerpunkt seiner Arbeiten liegt in der endovaskulären Neuroradiologie, insbesondere bei Schlaganfall- und Aneurysma-Behandlung, sowie in der Tumorbildgebung mit PET/MRT. Mit der Ernennung werden seine besonderen Leistungen und sein Beitrag zur Weiterentwicklung des Fachgebiets hervorgehoben.

Wir gratulieren Prof. Dr. Deuschl herzlich zu dieser Auszeichnung.

November

Dr. Natalie van Landeghem wurde in der zweiten Ausschreibungsrunde 2025 für das Clinician Scientist Programm der University Medicine Essen Clinician Scientist Academy (UMEA) ausgewählt.

Das von der DFG und der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen geförderte Programm unterstützt Ärzt:innen, die parallel zu ihrer klinischen Tätigkeit wissenschaftliche Projekte vorantreiben und eine akademische Laufbahn anstreben. Über drei Jahre ermöglicht UMEA eine etwa 50%ige Freistellung für Forschung, begleitet durch ein Mentoring-Team sowie ein umfassendes Qualifizierungsprogramm.

Im Rahmen des Stipendiums untersucht Frau Dr. van Landeghem die Funktion des glymphatischen Systems bei neurodegenerativen und neurovaskulären Erkrankungen.

Oktober

PD Dr. Marcel Opitz erhält vom Mukoviszidose e.V. 19.800 € für sein Projekt „Kardiovaskuläre Risikoanalyse bei erwachsenen Mukoviszidose-Patienten unter Triple-CFTR-Modulatortherapie“.

Das Projekt entsteht in Kooperation mit Dr. Matthias Welsner, Klinik für Pneumologie, UK Essen Ruhrlandklinik. Untersucht werden Biobankproben vor und nach Therapiebeginn: Lipidprofile, Stoffwechselmarker und CT-basierte Körperzusammensetzungen werden mit klinischen Parametern wie Lungenfunktion und BMI korreliert. Ziel ist ein besseres Verständnis kardiovaskulärer Risiken bei erwachsenen Mukoviszidose-Patient:innen unter moderner Therapie.

Juni

Das DFG-geförderte Graduiertenkolleg „WisPerMed“ wird unter Leitung der Universität Duisburg-Essen und in Kooperation mit der Fachhochschule Dortmund um viereinhalb Jahre verlängert. Sprecher ist Univ.-Prof. Dr. Felix Nensa, Radiologe am IKIM.

Seit 2021 erforscht WisPerMed, wie KI die personalisierte Medizin direkt am Point of Care unterstützt. Nachwuchswissenschaftler:innen können sich früh in Projekte einbringen, promovieren und praxisnahe KI-Kompetenzen erwerben. Das Ziel: Transfer innovativer Technologien in die Patientenversorgung – ein Schritt zur Radiologie der Zukunft.

Mai

Prof. Dr. Lale Umutlu erhält von der Stiftung Universitätsmedizin Essen im Rahmen der Förderoffensive Q1/2025 eine Förderung in Höhe von 75.000 € für das Forschungsprojekt „KI-gestützte Patientenstratifizierung zur Optimierung der Organverteilung bei Lebertransplantationen“.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Arzu Özcelik (Klinik für Allgemeinchirurgie, UK Essen) entwickelt das Team ein neues Scoring-System, das mithilfe künstlicher Intelligenz multiparametrische Datensätze auswertet. Ziel ist eine präzisere Risiko-Nutzen-Abschätzung – und damit eine gerechtere und effizientere Verteilung lebenswichtiger Spenderorgane.